Warum «Lebensbaum» als Name für meine Praxis
Die Entstehung dafür erfolgte bei mir aus einem Bauchgefühl, ein intuitiver Gedanke. Ich hatte zwar noch andere Ideen im Kopf, doch immer wieder landete ich bei diesem Wort Lebensbaum. So wählte ich diesen aus, und er gefiel mir sehr gut.
Erst als ich etwas später nachforschte, stellte sich heraus, dass dieser Lebensbaum eine grosse Bedeutung für mein und eines jeden Leben darstellt, und unter anderem auch Hildegard von Bingen von ihm sprach als sie sagte:
«Die Seele im Körper ist mit dem Saft in einem Baum vergleichbar und die seelischen Kräfte sind mit der Gestalt des Baumes vergleichbar.»
Im Wachsen und Heranreifen eines Baumes widerspiegelt sich unser eigenes Wachstum und Reifen. Was lange reift und durch unermüdliche Arbeit erwächst, hat zur Folge, dass die Wurzeln tiefer reichen. Der Sturm, welcher die schwach befestigten Gewächse umwirft und zum Verwelken bringt, kann dem Starken nichts antun. Seine Widerstands- und Lebenskraft wird noch erhöht. Denn ein Baum kann nur hoch emporwachsen, wenn er kräftige und tief greifende Wurzeln hat.
Für unsere individuelle Entwicklung begeben wir uns ebenso in die Tiefe, wie wir nach oben streben:
«Die menschliche Natur ist ein Baum der wachsen und sich nach allen Seiten hin entfalten muss«
John Stuart Mill
Menschen mit einer ausgeprägten Persönlichkeits-Struktur erkennen wir an ihrem Sinn für Realität. Sie stehen mit beiden Beinen auf dem Boden, sind in sich gefestigt, standhaft und verfügen über ein hohes Mass an Selbst- und Gottvertrauen. Ihre hohe Selbst-Achtung und ihr starkes Selbstwert-Gefühl ist wie der starke Baumstamm.
Menschen mit schwachem Selbstwert-Gefühl erkennt man meist, wenn sie sich sehr schnell verletzt fühlen, rasch gekränkt und beleidigt sind. Ihnen fehlt das Vertrauen in die eigene Person. Ursache ist immer Angst oder die Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten. Angst unbeliebt zu sein, beim andern nicht gut anzukommen, nicht geliebt zu werden. Die Abstempelung zum dummen und zum “dich kann man zu nichts gebrauchen” erzeugen oft Schuldgefühle, Aengste sowie Gefühle der Mutlosigkeit, des Nicht-Genügens.
Um ein starkes, gesundes Selbstwert-Gefühl aufzubauen ist es nie zu spät! Lernen wir uns zu vertrauen, ja zu uns selbst zu sagen. Erinnern wir uns, dass wir einmalig sind. In jedem von uns steckt viel mehr als wir ahnen. Nur wenige Menschen machen Gebrauch von ihren Möglichkeiten, Fähigkeiten und Talenten.
Je wertvoller wir uns selber sehen, desto weniger reagieren wir auf Kränkungen anderer. Sich selber lieben bedeutet, sich selbst zu vertrauen., sich nie aufzugeben. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Der Lebensbaum macht es uns vor: er strebt nach Höhe und Licht, Symbol für Weisheit und Erkenntnis. Er dringt aber auch in die Tiefe, Symbol für Standhaftigkeit und die tiefen Schichten des Menschen, unserem Selbst.
Lebensbaum - stark verankerte Wurzeln - fester Stamm und starke Aeste - saftige Blätter und goldene Früchte.